Ja, ich finde die Idee wirklich gut. Fußfesseln für Langzeitarbeitslose. Da hat der hessische Justizminister Christian Wagner von der CDU völlig Recht. Endlich mal einer, der es auf den Punkt bringt.
Man muss sich das mal vorstellen. Da laufen diese Sozialschmarotzer durch die Gegend, machen was sie wollen, arbeiten nebenbei schwarz, und machen dann Urlaub auf Mallorca. Und keiner kann das kontrollieren. Bis einer von der Arbeitsagentur was merkt, steht wahrscheinlich schon der Mercedes vor der Tür. Vom Schwarzgeld bezahlt.
Oder die haben überhaupt keine Disziplin, vergammeln einfach den Tag, saufen nur noch, machen aber sonst gar nichts.
Diese Fußfesseln bieten nun die Chance, zu einem geregelten Tagesablauf zurückzukehren und in ein Arbeitsverhältnis vermittelt zu werden. Sagt Herr Wagner. Die Fußfesselträger würden zu einer für ihre Verhältnisse hohen Selbstdisziplin und zur Erfüllung des ihnen vorgegebenen Wochenplans angehalten. Auch das sagt Herr Wagner.
Versteh ich zwar jetzt nicht so ganz. Muss aber auch nicht sein. Ich hätte da noch einen Vorschlag zu machen.
Vielleicht sollte man für diese Subjekte noch diese praktischen gestreiften Arbeitsanzüge einführen, wie früher bei dem arbeitsscheuen Gesindel. Und die ganz hartnäckigen Fälle kriegen noch eine kleine Kugel ans Bein. Können sie dann nicht mehr so schnell nach Mallorca, fällt zu sehr auf. Der Weg zum Kiosk wegen Schnaps und Bier ist dann auch nicht mehr so einfach.
Und auf die Mützen zu den Arbeitsanzügen schreiben wir dann drauf: "Arbeit macht frei",
Nicht, Herr Wagner?

