Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

29, 4, 2005
von dauni
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Wo die Ostseewellen rauschen……

Den Dwarslöper zieht's an die Ostsee. Gehört er eigentlich nicht hin. Dwarslöper sind Nordseebewohner.

Eigensinnig wie immer bestimmt er jedoch selbst, wo er die nächsten vierzehn Tage die Scheren hochlegt. Von wegen blanken Hans und Wattenmeer. Mag er nicht.

Mittlerweile vom Landleben total verweichlicht, hofft er nur, daß sich das Wetter bessert. Sonne, ein kleines Windchen, oder auch etwas mehr, dann klappt's auch mit dem Segeln.

Dazu muss allerdings noch der Mast gesetzt werden. Also, nix mit Scheren hochlegen und im Sand buddeln.

Arbeiten ist angesagt.

In diesem Sinne bis zum 16. Mai

Moin, Moin.

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28, 4, 2005
von dauni
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Auf den Punkt

Ja, ich finde die Idee wirklich gut. Fußfesseln für Langzeitarbeitslose. Da hat der hessische Justizminister Christian Wagner von der CDU völlig Recht. Endlich mal einer, der es auf den Punkt bringt.

Man muss sich das mal vorstellen. Da laufen diese Sozialschmarotzer durch die Gegend, machen was sie wollen, arbeiten nebenbei schwarz, und machen dann Urlaub auf Mallorca. Und keiner kann das kontrollieren. Bis einer von der Arbeitsagentur was merkt, steht wahrscheinlich schon der Mercedes vor der Tür. Vom Schwarzgeld bezahlt.

Oder die haben überhaupt keine Disziplin, vergammeln einfach den Tag, saufen nur noch, machen aber sonst gar nichts.

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28, 4, 2005
von dauni
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Onkel Jorsche 1

Lieber Onkel Jorsche.

Heute will ich Dir mal schreiben, und nicht der Gerd. Dem haste ja wieso nicht geantwortet. Aber ich weiss ja, dass Du immer viel zu tun hast. Terroristen jagen ist auch ganz schön anstrengend, nee?

Du musst jetzt ganz bestimmt auch wieder rauskriegen, wo noch so böse Männer wohnen, von denen man Angst haben muss. So wie vor diesem fiesen Saddam. Ich bin ja so froh, dass der nun endlich im Gefängnis ist. Da kann der garkeine Waffen mehr sammeln und verstecken. Obwohl, ich habe ja gestern gelesen, dass der Onkel Duelfer gesagt hat, da wären keine gewesen. Und die wären nicht nur nicht da, die sind auch nicht nach Sürien oder wie das heisst geschickt worden.

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28, 4, 2005
von dauni
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Salzgitter

Ist es denn zu fassen?

In Salzgitter hat man festgestellt, dass die Stadt pleite ist. Woher diese plötzliche Erkenntnis?

Ganz einfach. Man hat einfach mal eine doppelte Buchführung eingeführt und nach diesen Grundsätzen bilanziert. Und siehe da: Pleite. Mehr Verbindlichkeiten als Vermögen, mal ebenso 4,37 Millionen Euro.

Nicht das mir Salzgitter besonders am Herzen läge. Aber wie ist es möglich ist, dass Städte und Gemeinde ihre Haushalte führen wie ein Bauchladenbetrieb, mit einer Ein- und Ausgabenbuchführung.

Jeder kleine Betrieb erhält zigfach Auflagen, wie er wann was zu machen und zu lassen hat, und die Finanzprüfer sind nicht gerade zimperlich.

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27, 4, 2005
von dauni
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Sandkastenspiele

Lese immer noch die HAZ heutigen Datums.

Schlagzeile: Institute vermissen umfassendes Reformkonzept.

Zitat:

" Wie erwartet halbierten die Forscher ihre Konjunkturprognosen für 2005 auf 0,7 Prozent, für das kommende Jahr erwarten sie 1,5 Prozent. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich demnach nur wenig bessern. Bundeskanzler Gerhard Schröder verwies auf die Belastungen durch Ölpreis und Euro-Kurs. Die Opposition warf Rot-Grün dagegen Versagen in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik vor."

Vor meinem geistigen Auge erscheint ein Kindergarten. Die Kleinen sitzen im Sandkasten, beschimpfen sich:

„ Du bist schuld."

„ Nee, bin ich nicht. Kann ja garnix dafür, du Doof. "

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27, 4, 2005
von dauni
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Fragen an Dr. Sommer

Lese heute folgenden Text in der HAZ: "Der Drogenhändler galt ebenfalls als vorbildlicher Häftling. Er wollte eine Ausbildung zum Koch machen und bekam daher sehr früh Haferflocken." Ich stutze. Haferflocken?

Erst jetzt bemerke ich meinen Lesefehler. Nicht Haferflocken sondern Haftlockerungen. Ich hätte schwören können, dass da Haferflocken stand. Genauso bin ich vor einigen Tagen über Müntefering und seine Kapitalmusik gestolpert.

Was geht bloß in mir vor? Bin ich ein Opfer der Ganzwortmethode, ein Querleser oder verkalkt allmählich aufgrund des fortgeschrittenen Alters mein Gehirn?

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27, 4, 2005
von dauni
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Kasperltheater

Nichts anderes fällt mir zum Visa-Untersuchungsausschuss ein. Da wird sich gegenseitig mit der Pritsche auf den Kopf gehauen, um das dumme Volk am Fernseher zu beeindrucken.

Unser Betroffenheitsminister Joschka zieht alle Register der Schauspielkunst. Und ein Herr von Klaedden, von dem ich bisher noch nie was gehört habe, was durchaus an mir liegen kann, versucht sich zu profilieren.

Um was geht es hier eigentlich noch?

Tri, Tra, Trulala, Kasperle war wieder da.

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24, 4, 2005
von dauni
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Dwarslöper – Alles neu macht der Mai.

Nicht erschrecken. Ich bin's. Immer noch.

Auch wenn sich das äußere Erscheinungsbild etwas geändert hat. Dafür gibt es einen einfachen Grund.

Flaschenpost gibt  es im Net wie Sand am Meer, um im Bild zu bleiben. Im Gegensatz zum Dwarslöper. Das Tierchen taucht nicht so oft auf, und das ist gut so. Der Dwarslöper ist ein Krebs, der wegen seiner Fortbewegungsweise Querläufer genannt wird. Und sicherlich kann er mit seinen großen Scheren hervorragend zwicken. Ich denke, der Name passt. Zu mir und zu ihm. 

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24, 4, 2005
von dauni
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Ein Fall für Münte

Es ist an der Zeit, sich auch einmal über die einfachen Dinge des täglichen Lebens Gedanken zu machen.

Zum Beispiel das Sockenproblem. Immer wenn es nach dem Wäschewaschen an das Zusammenlegen der Strümpfe geht, fällt mir sofort ein niedliches Lied aus der Sesamstrasse ein:

"Zwei von diesen Dingen gehören nicht zusammen."

Selten ist es bisher gelungen, alle Einzelsocken zur Paarbildung zu bewegen. Einer bleibt immer allein. Auf die Frage: "He, du, wo hast du deinen Partner gelassen." antwortet er nicht. Stumm und traurig liegt er da.

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24, 4, 2005
von dauni
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Dornröschen

Ist es vermessen darauf zu hoffen, dass nach der Einführung Ratzingers in sein neues Amt die allgemeine Papamania nun ein Ende hat?

Ich bin's leid. Wochenlanges öffentliches Papst-Leiden, Papst-Sterben und Papst-Wählen, auf allen Sendern, in allen Zeitungen.

Keine Möglichkeit, dem Spektakel zu entrinnen. Es sei denn, man beschließt, kurzfristig in eine Art Winterstarre zu fallen und erst wieder zu erwachen, wenn der Rummel um den Papst vorbei ist.

Pech nur, wenn man den richtigen Zeitpunkt verpasst und beim Aufwachen feststellt, dass Benedikt XVI soeben entschlafen ist.

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