Nicht etwa vierzehn/achtzehn in den Ardennen. Weit gefehlt.
Ich rede von den Jahren des kalten Krieges, mit anderen Worten: der Zeit zwischen 1950 und 1992. Wie einfach war doch da die Politik. Da der Ostblock, das Reich des Bösen. Hier der Westen, die Guten. Alles so klar und übersichtlich geregelt.
Der Feind war greifbar, steckte nicht im Untergrund, sondern saß im Kreml und soff Wodka. Ja, so war das, damals. Hin und wieder wurden Stellvertreterkriege geführt. Schließlich mussten die alten Waffen auch mal weg, und neue getestet werden. Gut, ab und zu wurde es ein bisschen brenzlig, so etwa bei der Kuba-Krise. Da hatte der Iwan wirklich übertrieben. Letztendlich hat er aber dann doch einen Rückzieher gemacht. Und dann haben wir ihn totgerüstet, jawoll.
Der Kommunismus mußte abdanken, dank der Überlegenheit des Westens. Eigentlich genau das, was wir wollten. Aber nee, auch wieder nicht gut. Jetzt hatten wir auf einmal überhaupt kein Feindbild mehr.
Einmal kurz in die Runde geschaut und einen ausgeguckt. Wer sich nicht schnell genug duckte, wie Saddam, hatte den Schwarzen Peter. Ätsch, nun bist du dran. Nun ist der aber auch weg vom Fenster.
Da stehste da und guckst dumm. Freiwillige vor, kann man schlecht rufen. Denn wer wird sich schon freiwillig melden, und wer will schon fremde Truppen im Land haben, die einem die amerikanische Demokratie bringen wollen.
Wiederum, wenn ich es so recht überlege: die islamischen Staaten dürften doch an und fürsich nicht so abgeneigt sein, die amerikanische Form des Fundamentalismus kennenzulernen. Soweit auseinander sind die Ansichten garnicht. Frauen in die Küche, keine Abtreibung, kein Sex vor der Ehe, und wenn Sex in der Ehe nur zum Kinder zeugen (oder wollen das nur die Amis?) . Homosexuelle am besten verbrennen, keine nackten Busen in der Öffentlichkeit usw. usw.
Rein theokratisch, sorry, theoretisch gesehen müssten z. B. der Iran und Bush auf einen Nenner kommen. Die Frage mit dem Kopftuch und dem Tschador sollte zwar noch, genau wie das Atomproblem, geklärt werden. Deswegen fängt man aber doch keinen Krieg an. Zumal amerikanische dicke Frauen in einem Tschador bestimmt viel besser aussehen.
Denkt mal darüber nach.

